Liberale Ideologie: Reloaded and armed

Der Artikel deckt meines Erachtens wunderbar den „Sozialkitsch“ auf, der letztlich Leiden und Elend verlängert. Weil er sich in altruistischen Gefühlen der Hilfsbereitschaft verliert statt die „Hilfsbedürftigen“ als gleichberechtigt anzuerkennen. Denn dann würde das erste Ziel jeder Hilfe heißen müssen, diese uns gleichberechtigten Menschen auch tatsächlich zu gleichem Recht zu verhelfen. Zum gleichen Recht auf Freiheit, auf demokratische Mitbestimmung und zum gleichen Recht Handel zu treiben statt auf Almosen angewiesen zu bleiben.

…steht da auf Streiflicht.

Er erkennt richtig: Der „Sozialkitsch“ trägt tatsächlich nicht dazu bei, Leid und Elend auf der Welt zu vermindern oder abzuschaffen, sondern verewigt diese Zustände noch. Er vemutet falsch (und anders kann er als liberaler Ideologe nicht): Den Afrikanern mangelt es am Recht auf Eigentum und an Demokratie.
Das Privateigentum ist es nämlich nicht. Auch in der dritten Welt gibt es genug Privateigentum an Produktionsmitteln, so dass nach liberaler Ideologie keiner Hungern müsste. Es kann also nicht darum gehen, die Menschen zu freien Subjekten in der Konkurrenz zu machen: Das sind sie bereits. Und sie hungern trotzdem. Als Idealist demokratischer Herrschaft muss er allerdings zu dem Schluss kommen: Wenn das Glücksversprechen das diese Ideologie aufmacht nicht eingelöst wird, wurde sie halt nicht konsequent genug durchgesetzt.