Affektives & Affektiertes: Gegendarstellung (teilweise)

Seit dem Beginn der signifikanten Einwanderung aus dem Nahen Osten wurde es lange genug versäumt, den Hasspredigern konsequent und auf breiter Basis die Stirn zu bieten. Die >>Ich-box-dich< <-Fraktion wurde nicht von deutscher Unterdrückung, sondern deutscher Akzeptanz ausgebrütet.
Ja ich verschiebe den Fokus. Mich interessiert, dass in angeblichen Multikulti-Kiezen Pogromstimmung herrscht. Und wie so oft zuvor, hat das Appeasement des Umfelds einen entscheidenden Anteil daran.

… schreibt Tzach in seiner
Gegendarstellung (teilweise) .

Das „seit dem Beginn signifikanter Einwanderung “ aus dem Orient (benennen wir doch einmal das Konzept, um das es hier geht) eben dieser in Deutschland auf breiter Basis die Stirn geboten wurde, unabhängig davon, ob „Hassprediger“ unter den „Zuwanderern“ waren oder nicht, ist allgemein bekannt. Also worüber beschwert sich Tzach? Über die „Akzeptanz“, die der von ihm als „>>Ich-box-dich< <-Fraktion" titulierten Gruppe angeblich von deutscher Seite entgegengebracht wird. Es stellen sich da zwei Fragen: Die erste ist die nach dem Paralell-Universum in dem Tzach lebt. Die zweite ist die, warum Tzach die homophoben Handlungen von Jugendlichen aus einer angeblich ihnen eigenen "Kultur" erklärt (womit er wieder den "der arabische Mann"-Fehler macht). Genauso könnte man sich die Homophobie, nicht aus dem "Nahen Osten" zugewanderter, Jugendlicher aus der westlichen Kultur erklären. Man könnte es auch einfach daraus erklären, dass sie Arschlöcher sind. So wie ich den Rassismus eines Tzach, wie er hier zum Ausdruck kommt, alleine aus dieser Tatsache erklären könnte. Nur leider finde ich eine solche Erklärung recht unbefriedigend. Tzachs Rassismus und die Homophobie derer, die offenbar seine Kultur teilen, scheinen beide eine grundsätzliche Vorraussetzung gemein zu haben: nämlich dass es ein Konzept des "Fremden" (bei Tzach eben ein kulturalistisches) und vom "Homosexuellen" (bei seinen kulturellen Freunden) geben muss. Ohne die Identifikationen des Anderen ließe sich die Ablehnung nicht begründen. Tzach behauptet also einen Zusammenhang zwischen "orientalischer Kultur" und Homophobie ungeachtet dessen, dass er sich hüten würde, einen Zusammenhang zwischen abendländischer Kultur und der Homophobie hiesiger Jugendlicher herzustellen. Obwohl letzteres weitaus schlüssiger wäre: Nirgendwo sonst auf der Welt bemüht man sich wohl so eine „homosexuelle Identität“ herzustellen , wie im aufgeklärten Abendland.


2 Antworten auf “Affektives & Affektiertes: Gegendarstellung (teilweise)”


  1. Gravatar Icon 1 Flugreisen Insel Djerba 08. Dezember 2005 um 13:38 Uhr

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  1. 1 Lysis Trackback am 04. Juli 2005 um 4:40 Uhr
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